Spalthammer Ratgeber – Darauf muss man achten

Spalthammer
Abbildung eines Fiskars Spalthammers

Auch wenn ein hydraulischer Holzspalter natürlich die bequemere Art und Weise für das Holzspalten ist, gibt es dennoch einige Situationen, in denen klassisches Spaltwerkzeug überlegen ist. Wer sein Holz in unwegsamem Gelände spaltet oder schlicht lieber auf Handarbeit setzt, der ist mit Spalthammer und Spaltkeil bestens bedient. Im folgenden Artikel erfahren Sie dementsprechend alles, was Sie über den Spalthammer wissen müssen. Über das Inhaltsverzeichnis gelangen Sie zudem unkompliziert nicht nur zu den wichtigsten Sicherheitshinweisen für die Handhabung, sondern auch zur Antwort auf die Frage, worauf beim Kauf zu achten ist.

Was ist ein Spalthammer?

Der Spalthammer ist der Klassiker unter den Spaltwerkzeugen und sozusagen die leichte Variante eines Vorschlaghammers. Wie der Name es bereits andeutet, dient der Spalthammer dazu, zugesägte Holzstämme zu spalten, sodass diese als Brennholz verwendet werden können. Typischerweise besteht das Werkzeug aus einem etwa 90 bis 100 Zentimeter langen Stiel und einem gut 3.000 Gramm schweren Hammerkopf, der in einem relativ stumpfen Winkel von etwa 30 Grad verläuft.

Was ist ein Spalthammer (Infografik)
Der Aufbau des Spalthammers kurz erklärt am Beispiel des Ochsenkopf OX 635

Die Rückseite des Hammerkopfes ist darüber hinaus so beschaffen, dass dieser auch problemlos als Hammer verwendet werden kann, sodass sich Spaltkeile effektiv ins Holz einschlagen lassen. Die Schneide ist bei einigen Modellen zudem schnabelartig nach unten fortgesetzt. Durch die sogenannte Wendenase lässt sich der Spalthammer auch zum Ziehen und Verrücken von Holzstücken verwenden. Da auf den Spalthammer während des Spaltens enorme Kräfte wirken, ist auch der Stiel aus besonders widerstandsfähigem Material. Meist handelt es sich um Hickory- beziehungsweise Eschenholz oder glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK).

Spalthammer oder Spaltaxt? Was eignet sich besser?

Der große Unterschied zwischen Spaltaxt und Spalthammer liegt in der Art, in der die Kraft auf das Holz übertragen wird. Der Spalthammer ist deutlich schwerer und verfügt über einen stumpferen Winkel, sodass dieser seine Spaltkraft vor allem über den Schlagimpuls erzeugt. Die Spaltaxt hingegen verfügt über einen deutlich leichteren Kopf und eine spitzere Schneide. Ein besser oder schlechter gibt es nicht, nur unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Während die Spaltaxt das Mittel der Wahl für kurze Holzstücke ist, ist der Spalthammer wie gemacht für größere Stämme und Meterholz. Selbst dicke Stämme sind für den Spalthammer kein Problem, da hier auch mit Spaltkeilen gearbeitet werden kann. Zudem lässt sich der Spalthammer in Kombination mit einem schweren Vorschlaghammer für ganz harte Brocken auch als überdimensionaler Spaltkeil verwenden.

Besonderheit und Beschaffenheit eines Spalthammers

Spalthämmer müssen ganz besonderen Sicherheitsnormen genügen, um die Unfallgefahr zu reduzieren. Bei vielen Modellen ist der Schaft im Bereich der Schneide durch eine Stielschutzhülse dementsprechend zusätzlich geschützt, sodass dieser nicht durch das Spaltgut beschädigt werden kann. Zudem darf das Material der Hammerseite nicht härter als 42 HRC sein, damit es nicht zu Materialabplatzungen kommt, wenn der Spalthammer in Kombination mit einem Vorschlaghammer als Spaltkeil genutzt wird. Die Schneide hingegen muss eine Minimalhärte von 42 HRC haben, damit diese möglichst lange hält.

Vorteile von SpalthämmernNachteile von Spalthämmern
  • Prinzipiell für Kurz- und Langholz geeignet
  • Zusätzliche Spaltmöglichkeiten durch den Einsatz von Spaltkeilen
  • Vergleichsweise geringes Gewicht
  • Auch als leichter Vorschlaghammer einsetzbar (zum Beispiel für Zaunpfähle)
  • Höherer Kraftaufwand
  • Zu große Kraftentfaltung für Kleinholz und Gefahr durch herumfliegendes Holz

Mit dem Spalthammer richtig arbeiten

Der Spalthammer ist ein sehr schweres Werkzeug, was die Arbeit entsprechend anspruchsvoll macht. Es kommt also auf die richtige Technik an, um effektiv zu arbeiten und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Für optimale Stabilität und Präzision der Schläge muss der Spalthammer mit beiden Händen gepackt werden, wobei die Hand, die dem Hammerkopf am nächsten ist, den Hammer in der Schwungbewegung nach oben führt. Aus dieser Position heraus wird der Hammer vor allem mit der vom Hammerkopf entfernten Hand beschleunigt, wobei die andere Hand in Richtung Stielende gleitet und damit die Beschleunigung verstärkt. Anders als bei einer statischen Haltung reduziert sich der Kraftaufwand deutlich.

Zur Sicherheit bei Spalthämmern

Um Unfälle zu vermeiden, ist neben der Arbeitstechnik und der Materialbeschaffenheit auch die Verwendung von Schutzkleidung entscheidend. Auch wenn Schutzkleidung im privaten Umfeld oft vernachlässigt wird, ist beim Holzspalten mit dem Spalthammer ein Helm mit Splitterschutzvisier dringend zu empfehlen. Auch die Schienbeine sind durch Abrutschen und Fehlschläge stark gefährdet. Wer Brüche oder zumindest schmerzhafte Prellungen verhindern möchte, sollte auch Schienbeinschützer für den Forsteinsatz tragen. Zudem gilt natürlich die übliche Sorgfaltspflicht, was die Absicherung des Schwungbereichs und die Kontrolle des Werkzeugs vor dem Einsatz angeht.

Kurz und bündig:

  • Verwendung von Schutzkleidung empfehlenswert – Helm mit Splitterschutzvisier und Schienbeinschoner
  • Werkzeug vor der Verwendung auf Schäden überprüfen
  • Überprüfen, ob sich Personen in unmittelbarer Nähe befinden

Worauf muss ich beim Kauf eines Spalthammers achten?

Die Grundregel lautet: Ein gutes Werkzeug darf Geld kosten. Damit Sie auch gleich in ein vernünftiges Modell investieren, sind einige Dinge zu beachten. Um eine möglichst hohe Kraft zu entfalten und damit auch große Klötze spalten zu können, sollte der Stiel mindestens 90 Zentimeter lang sein. Auch der Hammerkopf sollte möglichst schwer sein, damit die stumpfwinklige Schneide das Holz effektiv spalten kann. Ideal sind Hammerköpfe mit einem Mindestgewicht von 3.000 Gramm. Für zusätzliche Langlebigkeit und sichere Handhabung sorgen Stielschutzhülsen und gummierte Griffenden.

Top-Modell: Fiskars Spalthammer im Test

Sehen Sie im Video, wie sich der Fiskars Spalthammer im Test schlägt.

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Zuletzt aktualisiert am 15. Dezember 2018 um 11:57 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Der passende Spaltkeil zum Spalthammer

Noch leichter fällt das Spalten von dicken und verästelten Stämmen mit Hilfe passender Spaltkeile. Auch hier gibt es abhängig davon, welche Art von Holz gespalten werden soll, Unterschiede. Der Standard sind einfache Spaltkeile, die auch Treibkeile genannt werden. Diese Keile wiegen zwischen 500 und 3.000 Gramm und weisen einen Keilwinkel von 15 bis 25 Grad auf. Damit eignen sie sich hervorragend als Universalkeile. Hier gilt allerdings die Grundregel: Je länger das zu spaltende Holz, desto länger muss der Spaltkeil sein, da dieser sonst komplett im Holz verschwindet, ohne dass der Stamm gespalten wurde.

Eine möglichst große Aufschlagfläche erleichtert zudem die Arbeit und verhindert „Fehlschläge“. Wichtig ist auch, dass Sie zum Spalten ausschließlich Aluminium oder Stahlkeile nutzen. Kunststoffkeile sind nicht für das Spalten, sondern ausschließlich zum Fällen geeignet. Wenn Sie ausschließlich kurzes Holz mit geringem Durchmesser spalten möchten, können Sie auch zu den sogenannten Spaltgranaten greifen. Diese haben einen besonders großen Keilwinkel und spalten das Holz oft in mehr als zwei Teile.