Holzspalter mit Zapfwelle – zum Betrieb am Traktor

Holzspalter mit Zapfwelle
Holzspalter mit Zapfwellenantrieb der Firma Zipper

Brennholzspalter gibt es für jeden Anwendungsbereich. Während sich Modelle mit 230 Volt Elektroantrieben vor allem für Kaminbesitzer eignen, die ein paar Scheite für den Kamin spalten möchten, richten sich Holzspalter mit 400 Volt Elektromotor und Benzinaggregat vornehmlich an Land- und Forstwirte sowie „Vielspalter“. Wer hingegen besonders viel Spaltkraft benötigt oder sehr große Mengen Holz spaltet, für den ist ein Holzspalter mit Zapfwelle die ideale Lösung. Welche Vor- und Nachteile ein solcher Spalter hat, was die Geräte kosten und wann sich ein Kombi-Gerät lohnt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wie funktioniert ein Holzspalter mit Zapfwelle?

Grundsätzlich funktionieren die meisten modernen Holzspalter mit Hilfe einer Hydraulik. Der über das Hydraulik-System erzeugte Druck sorgt dafür, dass der Spaltkeil des Holzspalters mit mehreren Tonnen Druck in das zu spaltende Holz gedrückt wird. Holzspalter beziehen ihre Energie für den Spaltvorgang dabei aus unterschiedlichen Quellen. Entweder über Strom, einen mit Benzin oder Diesel betriebenen Verbrennungsmotor oder die Zapfwelle eines Traktors. Bei der Zapfwelle handelt es sich um einen Nebenantrieb eines Traktors, mit dem beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen auf dem Feld angetrieben werden.

Dies geschieht über eine Gelenkwelle, die sich am hinteren Teil des Traktors zwischen dem Dreipunktgestänge befindet. Die Gelenkwelle bringt die Zapfwelle, die mit dem Spalter verbunden ist, in eine Rotation, die wiederum für die nötige Antriebsenergie für den Druckaufbau sorgt. Wie viel Kraft aufgebracht wird, kann je nach Zapfwellenart über den Traktormotor selbst oder über den Drehzahlwähler eingestellt werden.

Holzspalter mit Zapfwelle im EInsatz

Der Unterschied zwischen Motorzapfwelle und Getriebezapfwelle

Ob Ihr Traktor beziehungsweise Schlepper über eine Motorzapfwelle oder eine Getriebezapfwelle verfügt, ist für den Betrieb eines Holzspalters entscheidend. Der Unterschied zwischen beiden Systemen liegt darin, dass die Motorzapfwelle direkt an den Motor gekoppelt ist und die Getriebezapfwelle ihrerseits an das Getriebe. In der Praxis bedeutet das, dass eine Getriebezapfwelle nur dann Kraft auf den Holzspalter überträgt, wenn ein Gang eingelegt ist.

Bei der Motorzapfwelle hingegen wird die erzeugte Kraft allein über die Motordrehzahl gesteigert. Da Holzspalter im Leerlauf ohne Gang betrieben werden, ist der Betrieb eines Zapfwellenspalters mit einer Getriebezapfwelle nicht möglich. Bei der Motorzapfwelle hingegen kann der Spaltdruck erhöht werden, indem die Motordrehzahl durch das Gasgeben gesteigert wird.

Die Spaltkraft eines Zapfwellen-Spalters

Dass Zapfwellen-Spalter Profi-Geräte sind, zeigt sich bereits anhand ihrer Kraftentwicklung respektive der nominellen Spaltkraft. Während Spalter mit Elektromotoren häufig mit einer Spaltkraft von drei bis fünf Tonnen daherkommen, beginnt die Auswahl an Zapfwellen-Spaltern erst bei etwa zehn Tonnen. Nur Kombigeräte, die über einen zusätzlichen Starkstrommotor verfügen, sind ab circa neun Tonnen Spaltkraft erhältlich. Da die Geräte für den professionellen Betrieb optimiert sind, können Sie diese mit bis zu 30 Tonnen Spaltkraft erwerben, was optimal für den Dauerbetrieb und das Spalten von hartem Meterholz ist.

Preise im Vergleich zu anderen Holzspaltern

Einfache Zapfwellen-Spalter mit einer Spaltkraft von zehn Tonnen sind bereits ab 700 bis 800 Euro erhältlich. Damit sind selbst die günstigsten Modelle deutlich teurer als günstige Holzspalter mit Elektroantrieb bei gleicher Leistung. Preislich ist den schweren Maschinen nach oben hin keine Grenze gesetzt, zumal für schwere 30-Tonnen-Spalter für Forstbetriebe leicht 10.000 Euro fällig sind. Im Verhältnis noch etwas teurer sind die Kombigeräte, die über eine Zapfwelle und einen Elektromotor verfügen. Ursächlich ist die komplexere Technik.

Vor- und Nachteile eines Holzspalters mit Zapfwelle

Der größte Vorteil von Holzspaltern mit Zapfwelle ist neben der extremen Spaltkraft die robuste Bauweise der Geräte. Damit sind die Holzspalter mit Zapfwelle optimal auf den dauerhaften Betrieb in einem professionellen beziehungsweise gewerblichen Umfeld und damit ein Höchstmaß an Haltbarkeit ausgelegt. Dank der Spaltkraft von bis zu 30 Tonnen ist auch Hartholz von über einem Meter Länge für die meisten schweren Zapfwellen-Spalter kein Problem.

Der Zapfwellenantrieb sorgt zudem dafür, dass der Holzspalter völlig unabhängig vom Stromnetz oder einem aufgestellten Generator genutzt werden kann. Damit haben Sie die freie Wahl, wo Sie Ihr Brennholz spalten möchten. Ob im eigenen Hof, direkt im Wald oder auf dem Grundstück eines befreundeten Landwirtes ist dabei unerheblich.

Das schwere Gerät hat allerdings auch Nachteile. Und der erste Nachteil ist tatsächlich das hohe Gewicht von nicht selten deutlich mehr als 200 Kilogramm, was die Handhabung ohne Schlepper erschwert. Apropos Schlepper. Ohne Traktor mit Zapfwelle ist ein Zapfwellen-Spalter natürlich auch nicht zu betreiben, außer es handelt sich um ein Kombigerät. Hinzu kommen Lärm- und Schadstoffemissionen durch den Traktor sowie der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis.

Vorteile Zapfwellen-SpalterNachteile Zapfwellen-Spalter
  • Hohe Spaltkraft von 9 bis 30 Tonnen
  • Auch für hartes Meterholz geeignet
  • Für privaten & gewerblichen Betrieb
  • Ortsunabhängige Nutzung
  • Robust & langlebig
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Lärm- & Schadstoffemissionen
  • Meist schwerfällig

Holzspalter mit Zapfwelle oder doch ein Kombigerät?

Ein Kombigerät verfügt sowohl über einen Starkstromanschluss als auch über eine Zapfwelle. Da Sie einen solchen Holzspalter damit sowohl im Gelände als auch bequem ohne Traktor auf dem heimischen Hof nutzen können, gewährt Ihnen ein Kombigerät maximale Flexibilität. Wer nicht auf diese Flexibilität angewiesen ist, ist mit einem reinen Zapfwellen-Spalter besser bedient, da der Aufpreis für den Kombinationsantrieb gerade bei höherem Spaltdruck nicht zu vernachlässigen ist.

Fazit: Für wen eignet sich ein Holzspalter mit Zapfwelle

Holzspalter mit Zapfwelle sind Maschinen für professionelle Anwender, die im gewerblichen Rahmen Holz spalten. Alternativ ist es für Land- und Forstwirte sowie für Personen, die ausschließlich mit Holz heizen sinnvoll, gemeinsam einen leistungsstarken Spalter mit Zapfwellenantrieb anzuschaffen, da die Kosten so effektiv geteilt werden. In allen anderen Fällen sind Holzspalter mit Elektro– oder Benzinmotor die bessere Wahl.

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Zuletzt aktualisiert am 17. Oktober 2018 um 9:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

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Hochwertige Holzspalter mit Zapfwelle haben zu Recht ihren Preis, sind aber durch ihre Robustheit auch enorm lange haltbar. Wenn Sie also ein wenig Geld sparen möchten, bietet sich der Kauf eines gebrauchten Holzspalters an. Ein guter Anlaufpunkt sind einschlägige Portale wie das Kleinanzeigen-Forum des Fachmagazins „Landwirt“, die Website traktorpool.de oder der Klassiker eBay-Kleinanzeigen.